c't 23/2020
S. 162
Praxis
Limitierte Artikel
Bild: Thorsten Hübner

3… 2… 1… Sold out!

Limitierte Artikel erfolgreich im Netz kaufen

Der Verkauf von begrenzt ­verfügbaren Artikeln im Internet löst bei einigen den Jagd­instinkt aus. Schallplatten und Sneaker sind jedoch oft schneller ausverkauft, als man klicken kann. Mit ein paar Tipps und Vorbereitungen sind Sie ­schneller als die Konkurrenz.

Von Dennis Schirrmacher

Wenn Independent-Musik-Label oder Kleidungs- und Sportschuhhersteller streng limitierte Artikel über das Internet verkaufen, nennt man das einen Drop. Den Zeitpunkt eines Drops teilen Künstler und Hersteller generell über soziale Medien wie Instagram mit. Das Datum und die Uhrzeit sollte man sich unbedingt notieren – das ist die erste Voraussetzung, dass man überhaupt den Hauch einer Chance hat, einen Artikel abzubekommen.

Die Kleidungs- und Skateboard-Marke Supreme ist ein Drop-Urgestein. Deren Drops starten immer wöchentlich Donnerstag um 12 Uhr auf der Website des Stammladens aus New York. Die Jacken, Pullover und Schuhe sind oft bereits nach wenigen Sekunden ausverkauft. Die künstliche Verknappung weckt Begehrlichkeiten und treibt seltsame Blüten: Einst vom Hersteller angebotene Nonsens-Artikel wie mit dem Supreme-Logo bedruckte Backsteine und Feuerlöscher finden sich zu Mondpreisen von 1000 Euro auf eBay wieder. So etwas sollte man in keinem Fall unterstützen und die überteuerten Artikel einfach links liegen lassen.

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